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Beiträge zum Thema: Malerei

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Vernissage und Langer Abend der Galerien

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1. Dezember 2018 - 29. Januar 2019

Erdgeschoss

JAHRESENDAUSSTELLUNG | BILDHAUERARBEITEN, MALEREI UND GRAFIK

Künstler aus der Region
 
KABINETTAUSSTLLUNG | MALEREI UND GRAFIK
Uwe Pfeifer
 
 
10. NOVEMBER 2018 - 08. JANUAR 2019
 
Obergeschoss
 
PERSONALAUSSTELLUNG | GRAFIK
"Zeitlose Orte"
Susanne Theumer

 

 

 

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Galerie Zaglmaier - InterArtShop.de

 

 

 

Liebe Freunde der Kunst,

 

Weihnachten steht vor der Tür und somit auch am Vorabend des 1. Advent wie jedes Jahr der „Lange Abend der Galerien“. Wir sind mit einem umfangreichen Programm für Sie dabei.

Die Galerie öffnet am Sonnabend, dem 01. Dezember 2018 bereits um 13:30 Uhr. Ab 15 Uhr beginnt die Vernissage zur Eröffnung der Ausstellungen von Uwe Pfeifer (Grafik und Malerei im Kabinett) und Künstler aus der Region. Uwe Pfeifer zeigt Arbeiten aus dem aktuellen Kalenderjahr  aber auch aus seinem frühen Schaffen. Aus dem Galeriebestand zeigen wir Bildhauerarbeiten, Malerei und Grafik von Künstlern aller Generationen der Region. Darunter befinden sich u. a. Zeichnungen von Norbert Wientzkowski und Nicolas Engele, Malerei von Lothar Zitzmann, Iris Band und Karl-Heinz Köhler, Bildhauerarbeiten von Wilfried Fitzenreiter und Tobias Pfeifer, Illustrationen von Robert Deutsch, Grafiken von Winfried Alexander, Claudia Berg und Franca Bartholomäi. Im Obergeschoß sehen Sie die aktuelle Grafik-Ausstellung von Susanne Theumer.

Einer der Höhepunkte unseres Programms am „Langen Abend der Galerien“ wird das Konzert der Band „Psyfunetik“ ab 19 Uhr im Obergeschoss sein. Die leidenschaftlichen Musiker (Eugen Rolnik, bass / Kai Treichel, guitar und Florian Jogwick, drums) werden Jazz-Improvisationen zu Gehör bringen. Der Eintritt zum Konzert ist frei, jedoch werden finanzielle Zuwendungen in den Spendentopf der eigens angereisten Band gern entgegengenommen.

Alles in allem erwarten wir einen wunderbaren und abwechselungsreichen Abend, der sich lohnt.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Galerie Zaglmaier

 

 

Bitte beachten Sie, das während der Veranstaltungen fotografiert wird. Mit Ihrem Erscheinen stimmen Sie der Veröffentlichung zu.

Trotz der Baumaßnahmen in der Großen Steinstraße erreichen Sie uns bequem auch mit dem Auto über den Platz "Am Steintor". PKW-Stellplätze sind im Franzosenweg vorhanden. Auch unser Garteneingang an der Jugendherberge ist derzeit für Sie geöffnet. Und das Beste: Der neue Fußweg vom Platz Am Steintor zur Galerie ist bereits nutzbar!

 

 

 

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Langer Aben der Galerien, 2018

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BITTE VORMERKEN:

 

 

2. Februar 2019 | 15:00 Uhr I Eintritt frei

VERNISSAGE der Ausstellung "Malerei" - Dorothea Fuhrmann

 

DONNERSTAG-ABEND-VERANSTALTUNGEN

06. Dezember 2018 | 19:30 Uhr

Galeriegespräch mit Susanne Theumer zu aktuellen Ausstellung im Obergeschoß
Eintritt frei

17. Januar 2019 | 19:30 Uhr

Galeriegespräch mit Uwe Pfeifer zu aktuellen Kabinettausstellung
Eintritt frei

28. Februar 2019, 19:30 Uhr

LITERAtainment mit Dr. Hans-Henning Schmidt

„Eulenspiegeleien“

Eintritt: 5 €

14. März 2019 | 19:30 Uhr

Galeriegespräch mit Dorothea Fuhrmann zu aktuellen Ausstellung im Obergeschoß
Eintritt frei

Ausstellung Susanne Theumer

Einladungskarte Susanne Theumer

Uwe Pfeifer

Einladungskarte Uwe Pfeifer und Künstler aus der Region

 

 
     

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns im Shop oder in der Galerie.

Galerie Zaglmaier
Große Steinstraße 57
06108 Halle (Saale)
Telefon: +49 345 2100919
Fax: +49 345 2100933
Zaglmaier@InterArtShop.de

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Vernissage der Ausstellung Lothar Zitzmann

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Liebe Freunde der Kunst,

wir möchten Sie herzlich zur Eröffnung der Personalausstellung mit Malerei und Grafik aus dem Nachlass von Prof. Lothar Zitzmann in das Erdgeschoss unserer Galerie einladen.

Die Veranstaltung beginnt am 13. Oktober 2018, um 15 Uhr. Zur Vernissage spricht Prof. Rolf Müller.

Bereits im Jahr 1977 verstarb Lothar Zitzmann leider viel zu früh. Bis heute gilt die nach ihm benannte Lehre für das künstlerische Grundlagenstudium als wegweisend. An der heutigen Kunsthochschule Halle, der Burg Giebichenstein, galt Prof. Zitzmann als herausragender Lehrbeauftragter. Sein künstlerisches Werk ist und bleibt von größter Bedeutung. Retrospektiven der Kunst der DDR-Zeit, wie jüngst im Barberini-Museum in Postdam, vermittelten ein Wiedersehen mit dem Gemälde „Weltjugendlied“, welches der Künstler für das Foyer des Palastes der Republik in Berlin geschaffen hatte.

Weitestgehend unbekannt ist, dass Lothar Zitzmann auch Gedichte schrieb. Eine kleine Kostprobe von 8 Gedichten erscheint exclusiv in Form eines kleinen Bändchens pünktlich zur Eröffnung. Der bekannte hallesche Rhetoriker Dr. Hans-Henning Schmidt wird zur Veranstaltung daraus rezitieren.

Wir freuen uns sehr, Werke des herausragenden Malers, Grafikers und Hochschullehrers Lothar Zitzmann in unserer Galerie zum Verkauf anbieten zu können und freuen uns auf Ihr Kommen. Der Besuch der Galerie ist kostenlos. Sehen Sie auch die Ausstellung "Am Weg" von Ulrich Tarlatt im Obergeschoss.

Galerie Zaglmaier

 

Lothar Zitzmann

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Vernissage der Ausstellung "Am Weg" mit Bildern und Skulpturen von Ulrich Tarlatt

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Liebe Freunde der Kunst, 

wir laden Sie herzlich zur Vernissage der Ausstellung "Am Weg" mit Bildern und Skulpturen von Ulrich Tarlatt in das Obergeschoss unserer Galerie ein. Die Veranstaltung beginnt am 15. September 2018, 15:00 Uhr. Zur Eröffnung spricht Thomas Zaglmaier.
Ulrich Tarlatt gilt mit seiner Kunst seit vielen Jahren längst nicht mehr als "Geheimtipp", sondern erfreut sich in der Kunstszene eines breiten Freundskreises. Von sich reden machte der Künstler spätestens seit den 80er Jahren um die Künstlergruppe mit Guillermo Deisler. Visuelle Poesie und Mail-Art wurden weltumspannendes Konzept und behielten bis heute ihren "Kultstatus". Kaum vorstellbar - aber gelebte Realität zur Zeit der DDR. Spannend gestaltete sich vor allem auch die Zusammenarbeit von Schriftstellern wie Wilhelm Bartsch und anderen mit bildenden Künstlern. Jörg Kowalski, der Schöpfer der mehr als treffenden Bezeichnung "Diva in Grau" für unsere Heimatstadt Halle (Saale), gründete gemeinsam mit Ulrich Tarlatt bereits 1987 die "Edition Augenweide". In der Folge entstanden in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Künstlerkollegen die bekannten Künstlerbücher und seit 1989 der Almanach COMMON SENSE.
Wir laden Sie sehr herzlich zur Ausstellungseröffnung ein und möchten Sie bereits jetzt auf das Galeriegespräch mit dem Künstler am 04. Oktober, 19:30 Uhr aufmerksam machen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Galerie Zaglmaier


Bitte beachten Sie, das während der Veranstaltungen fotografiert wird. Mit Ihrem Erscheinen stimmen Sie der Veröffentlichung zu.

Trotz der Baumaßnahmen in der Großen Steinstraße erreichen Sie uns bequem auch mit dem Auto über den Platz "Am Steintor". PKW-Stellplätze sind im Franzosenweg vorhanden. Auch unser Garteneingang an der Jugendherberge ist derzeit für Sie geöffnet.

 

Einladungskarte

 
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Galeriegespräch mit Steffen O. Rumpf

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Am Donnerstag, dem 15. März 2018 wird ab 19:30 Uhr im Obergeschoß der Galerie das

Künstlergespräch mit dem Schöpfer der Farbfassung des "Fahnenmonumentes"

Steffen O. Rumpf

stattfinden.

Dazu laden wir Sie herzlich ein! Als kleine Einstimmung finden Sie die Eröffnungsrede der Vernissage

vom Februar 2018 am Ende dieser Einladung.

Wir würden uns sehr über Ihren Besuch und den Besuch Ihrer Freunde in unserer Galerie freuen.

Im Erdgeschoß sehen Sie die Ausstellung von Robert Deutsch. Der Eintritt ist wie immer frei!



Mit freundlichen Grüßen!



Galerie Zaglmaier

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DONNERSTAG-ABEND-VERANSTALTUNGEN



15.03.18 | 19:30 Uhr I Eintritt frei

GALERIEGESPRÄCH mit Steffen O. Rumpf



NÄCHSTE AUSSTELLUNGEN



14. April bis 29. Mai 2018 | Orestia Kapidani und Rudolf Schäfer | Fotografie I Eintritt frei

14. April bis 29. Mai 2018 | Michael Karlovski | Bildhauerarbeiten I Eintritt frei

Ausstellung im Erd- und Obergeschoß der Galerie

Eröffnungsrede von Prof. Helmut Brade


Eröffnungsrede: (PA) Steffen O. Rumpf von Thomas Zaglmaier, 17. Februar 2018



Zeit zum Denken, Schöpfen und Genießen

„Kochen ist ein bisschen wie Malen“, sagte mir Steffen O. Rumpf schwärmend. „Man hat so seine Zutaten und kann etwas Schönes daraus machen.“ Ich erfahre weiter, dass es um den Künstler eine Gruppe von Freunden mit ähnlichen Interessen gibt, die sich regelmäßig treffen, um die gemeinsam kreierten Speisen bei guten Gesprächen zu genießen. Der Bau eines Tisches mit mittig integrierter Kochplatte steht bevor, dann will man sich zu sechst darum sitzend um die Welt kochen. Land für Land in alphabetischer Reihenfolge - eine schöne Vorstellung!

Heute aber treffen wir uns zur Eröffnung einer Ausstellung mit Malerei und Grafik von Steffen O. Rumpf, dürfen dessen Werk genießen und auch mit dem Künstler darüber sprechen. Wenn Sie so wollen, sehen Sie es gern auch als Vorgriff auf das vielversprechende Galeriegespräch am 15. März hier in der Ausstellung. Denn der Künstler, der sich für so vieles interessiert und kommunikativ aufgeschlossen auf Menschen zugeht, hat viel zu erzählen. Manches stimmt heiter und vieles regt an über das eigene Leben nachzudenken. Er mahnt, völlig zu Recht, an: sich Zeit zu nehmen, die Natur, das Leben und die Kunst zu genießen. Denn vielleicht setzen wir uns oft, vom Beruf und manchmal von der Familie gestresst, zunehmend unter Druck und versuchen effektiv Zeit für uns herauszuarbeiten, die wir dann doch nicht nutzen.

Steffen O. Rumpf überzieht wohl bewusst, wenn er sich vorstellt, in solch einem Raum sollte nur ein einziges Kunstwerk platziert sein. Nichts soll den Betrachter ablenken, der dann mit vielleicht einem guten Getränk wieder lernt das Bild oder die Plastik zu lesen - wie ein Buch. Wer hat nicht selbst schon im Kino gelacht oder geweint? Von Dunkelheit umhüllt sind wir vollkommen konzentriert auf den Handlungsverlauf - lassen uns die Umgebung vergessend gänzlich einnehmen. Das geht auch mit nur einem Bild, welches seine ganze Geschichte mit einem Blick offenzulegen scheint, jedoch erst zu erzählen beginnt, wenn man es in Ruhe betrachtet. Uns umgebende perfekt gestaltete Plakate oder Titelbilder mit all den Idolen der Zeit führen unsere Blicke raffiniert in Bruchteilen von Sekunden auf die gewünschte Botschaft, bevor wir, um nicht vom nächsten Slogan erschlagen zu werden, aufgeben die Flut von Informationen erfassen zu wollen. Geschieht das, werden wir immer weniger ansprechbar für Inhalte, die uns tatsächlich angehen und das Leben wert machen und welche nicht nur die Bildende Kunst bietet.

So malt der heute in Dobis lebende Steffen O. Rumpf aus Leidenschaft. Das spürt man. Farbenfrohe Ölmalerei auf Leinwand in duftig gesetzter Weise ist sein vordringliches Mittel Geschichten zu erzählen, uns mitzunehmen in seine komplexe Gedankenwelt, wenn wir das zulassen. Die hier gezeigten Gemälde aus den Jahren 2008 bis 2017 bieten einen Einblick in sein malerisches Werk von fast zehn Jahren, lassen Kontinuität, aber auch Entwicklungen erkennen. Betrachtet man so außerdem die hier vorgestellten grafischen Arbeiten der Jahre 1999 bis 2018, verlängert sich der abgebildete Schaffenszeitraum des heute 51jährigen Künstlers repräsentiv auf immerhin fast zwanzig Jahre. Mit Ausnahme der in dieser Ausstellung ältesten und einzig unverkäuflichen Arbeit „Tanz“, einer Lithographie von 1999, handelt es sich bei allen weiteren Blättern um Holzschnitte. So auch bei der erst in diesem Jahr entstandenen Grafik „In Fesseln“, welche innerhalb der Ausstellungskonzeption räumlich Bezug zum frühesten malerischen Werk, einer Gemäldegruppe „o.T.“ als raumgreifende Installation mit Kreuzigungstorso und vier am Boden angeordneten fragmentarischen Darstellungen nimmt. Die Beschäftigung mit religiösen Inhalten sieht der Künstler vor allem auch als Auseinandersetzung zur Entwicklung ethischer Werte in der Gesellschaftsgeschichte bis in die Gegenwart. „Kunst“ so sagt er „leistet das, was Politik nicht zu leisten vermag.“

Und dieses Zitat ist zugleich das Stichwort zu einem Themenwechsel. Aktuell viel diskutiert ist der gesellschaftliche Umgang mit Werken der Kunst und Architektur der DDR-Zeit. Denken wir an den jüngst erfolgten rigorosen Abbruch des Planetariums als nun verlorenes, grandioses Beispiel individuellen Sonderbaus, einer Schöpfung des unvergessenen Herbert Müller, den Rückbau der Fäuste am ehemaligen Thälmann-Platz unseres ebenso in bester Erinnerung bleibenden Freundes Heinz Beberniß oder den wohl längst nicht abgeschlossenen Kampf um die Erhaltung der Hochhausscheiben in Halle-Neustadt. Nun ist es sicher das Recht und die Pflicht einer jeden neuen Zeit kulturelles Erbe neu zu bewerten und es zu rezipieren. Die massiven Anbauten zur ehemaligen Hauptpost und der Bau der Tiefgarage am Hansering in den 1990er Jahren hat das Fahnenmonument wider Erwarten schadlos überstanden. Es wurde bereits 1967 anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution als „Flamme der Revolution“ nach Entwürfen von Sigbert Fliegel und dem bereits erwähnten Herbert Müller in Stahlbeton errichtet und gilt bis heute, vor allem auch aus ingenieurtechnischer Sicht, als einzigartig. Die Auseinandersetzungen um die Erhaltung dieses Kulturdenkmals waren im Jahr 2004 endgültig mit der farblichen Neufassung des Monumentes durch den Künstler Steffen O. Rumpf beendet. Vorangegangen war ein vielbeachteter Kunstwettbewerb mit namhafter Beteiligung. Der realisierte Entwurf der polychromen Neugestaltung ist aus meiner Sicht ausgesprochen gelungen. Er respektiert die Geschichte und spiegelt, wie ich meine, die Vielfalt realer Sichtweisen einer demokratischen Gesellschaft als Metapher wider. Dafür steht die grob gerasterte Darstellung der Milchstraße mit kosmischer Hintergrundstrahlung, welche unsere eigene Galaxie im Universum einbetten. Steffen O. Rumpf scheint so zu sagen: Bleibt auf dem Teppich und ordnet Euch ins große Geschehen ein - analysiert und sammelt Kraft für wahrhaft menschliche Taten.

Der in Erfurt geborene Steffen O. Rumpf studierte von 1991 bis 1998 Malerei und Grafik an der Hochschule für Kunst und Design in Halle. Bis zum Jahr 2000 folgte hier auch ein Aufbaustudium. Seine Hochschullehrer waren Ronald Paris und Gudrun Brüne. Die Fertigstellung der Neufassung des Fahnenmonuments erlebte der Künstler also bereits im vierten Jahr seiner freiberuflichen Tätigkeit. Weitere öffentlich wirksame Projekte folgten und sind in Planung. Mehr dazu sicher im Galeriegespräch. Denn dort wo Steffen O. Rumpf lebt und arbeitet wird nicht nur gemalt, gedruckt, gekocht, nachgedacht und geredet, da wird auch gebaut, gelesen und wohl bald auch intensiv in die Sterne gesehen.

Ich danke Ihnen, liebe Kunstfreunde, von Herzen für Ihr Kommen und Ihr Interesse und Dir, lieber Steffen, aufrichtig für diese wundervolle Ausstellung, die hiermit eröffnet ist.

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Vernissage mit Steffen O. Rumpf

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Liebe Freunde der Kunst, 

wir laden Sie und Ihre Freunde zu der folgenden
Ausstellung im Erdgeschoss recht herzlich ein:

Steffen O. Rumpf
Personalausstellung | Malerei und Grafik

Termin:  17. Februar 2018. 15.00 Uhr

 

 



Wir würden uns sehr über Ihren Besuch und den Besuch Ihrer Freunde in unserer Galerie freuen.

Im Erdgeschoß sehen Sie die Ausstellung von Robert Deutsch. Der Eintritt ist wie immer frei!

 

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

Galerie Zaglmaier

 

 

Biographie Steffen O. Rumpf

  - geboren am 07. Juni 1966 in Erfurt (Germany)
- 1973 - 1983 Schule
- ab 1981 Zeichenzirkel bei A. Habermann (Erfurt)
- 1983 - Studienreise Hohe Tatra (CSSR)
- 1983 - 1985 Berufsausbildung
- 1985 - 1991 Arbeit
- 1991 - Reise Südosteuropa (Jugoslawien, Griechenland, Italien)
- 1991 - 1998 Studium Malerei/Grafik an der HKD in Halle
- 1998 - Geburt meiner Tochter
- 1998 - 2000 Aufbaustudium - Malerei
- 2000 - 2004 Atelier in Ammendorf
- Computer, HTML, 3D und anderen Kram
- 2004 - Gestaltung Fahnenmonument in Halle
- 2008 - Kunstprojekt "Babel 21"
- 2009 - Aktionen auf dem Markt in Halle
 

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DONNERSTAG-ABEND-VERANSTALTUNGEN

 

15.03.18 | 19:30 Uhr I Eintritt frei

GALERIEGESPRÄCH mit Steffen O. Rumpf

22.02.18 | 19:30 Uhr I Eintritt frei

GALERIEGESPRÄCH mit ROBERT DEUTSCH

 

Einladung

 

Einladung

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Langer Abend der Galerie

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Liebe Freunde der Kunst, 

wir sind wieder dabei beim "Langen Abend der Galerien" - Sie auch?
Wir würden uns jedenfalls über Ihren Besuch sehr freuen und haben deshalb am 2. Dezember bis 22 Uhr geöffnet.

Im Erdgeschoß sehen Sie Ausstellungen von Olaf Rammelt (Text unten) und Uwe Pffeifer und im Obergeschoß die Schau von Rudolf Horn. 
 

Bitte beachten Sie auch unsere ZUSÄTZLICHEN ÖFFNUNGSZEITEN IN DER VORWEIHNACHTSZEIT:
Sa, 02.12. Langer Abend der Galerien 13:30 Uhr bis 22:00 Uhr
Sa, 09.12. | 16.12. | 23.12. 13:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Der Eintritt ist wie immer frei. 

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

Galerie Zaglmaier

PS 

Heute sind Vortrag und Galeriegespräch zur Ausstellung von Rudolf Horn!

 

Zur Einstimmung in die Ausstellung „Karneval der Tiere - die große Gala“ mit Druckgrafiken von Olaf Rammelt und Texten von Christine Rammelt-Hadelich hier die von der Künstlerin zur Eröffnung gehaltene Rede:

Liebe Gäste, begleiten Sie mich doch in Gedanken auf einen Strandspaziergang an der Ostsee. Ein Mann und eine Frau wandern gemütlich am leise rauschenden Wasser über den weißen Sand.

Er schaut angestrengt auf den Horizont. „Du siehst aus, als ob Du was denkst - erzähl mal“ ermuntert sie ihn. „Mir geht das kleine Buch nich aus´m Kopf, gestern im Unibuchladen, in Rostock, vom Wilhelmsen, mit dem Karneval der Tiere. Darüber hatten sie doch im Fernsehen berichtet... erinnerst Du Dich?“ fragt er sie. „Ja, freilich.“ kommt gleich ihre Antwort. Er gibt unumwunden zu: „Ich war fast ein bisschen neidisch, dass ich dieses Thema nicht selbst aufgegriffen habe. Zum „Kongress der Tiere“ von Kästner habe ich ja schon einiges im Skizzenbuch. Darum war ich eben sehr gespannt auf dieses Buch. Aber ich muss gestehen - ich habe mehr erwartet... vor allem von den Vignetten“ „Ja“ meint sie „das könntest Du wirklich sehr viel besser. Der „Karneval der Tiere“ wäre so ein tolles Thema für dich... „Der Hase im Rausch“ und „Reinecke Fuchs“, - wolltest du auch schon längst mal illustriert haben...“ „Stimmt“, sagt er „das will ich immer noch - aber der „Karneval“ von Saint Saëns ist wirklich ein tolles Thema. Der hat doch seine Kollegen so schön damit karikiert.“ „Eben, das passt zu dir“ ermuntert sie ihn „und es ist so eine zauberhafte Musik! Das musst du unbedingt machen.“ „Aber dann musst Du Deine Verse dazu schreiben!“ verlangt er. Sie antwortet: „Mach ich. Kein Problem. - Peter Ustinov und Loriot haben ja Überleitungstexte für die Konzerte geschrieben. Aber immer als Prosa...“ „Genau, aber die lassen das Ganze irgendwo im Wald oder im Urwald spielen... da sollte uns etwas anderes einfallen.“ spinnt er nun die Gedanken weiter. Sie überlegt: „eigentlich gehts doch um eine Aufführung der Tiere...“ „Richtig“ stimmt er zu „und die muss da stattfinden, wo Theater eben stattfindet - im Theater. Schließlich ist das im Grunde eine Fabel. Wir machen eine komplette Vorstellung draus. Und alle Tiere spielen mit. “ „Klasse“ findet sie „aber wenn ich was schreiben soll, brauch ich einen Ansatz von Dir. Es findet also im Theater statt - und wer hat da welche Rolle im Stück?“ „Na, - es ist doch ein Nummernprogramm, es muss deshalb einen Conferencier geben“ überlegt er „das könnte der Fuchs sein, der ist so schön elegant. Und der Dirigent ist ja sowieso der Löwe... - Also den „Karneval“ nehmen wir uns jetzt auf den Tisch und machen unsere eigene Geschichte draus!“

So wandern er und sie am Strand wieder zurück. Und während er dann gleich schon mal das eine und andere genannte Tier auf den mitgebrachten Zeichenblock bringt, fließen ihre ersten Verse ins Notizbuch: „Der Fuchs tritt ins Licht und verbeugt sich gelungen, ganz strahlend erglüht hier sein rötliches Haar. Als Conférencier ist er glänzend geeignet und spricht in erwartungsvoll blickende Schar: „Bienvenu! Entrez! Willkommen die Damen, und sämtlich die Herren, - in gleicher Manier. Musik und auch Tanz werden Ihnen geboten, wir freuen uns, dass Sie so zahlreich allhier!“ Zurück im anhaltischen Binnenland war diese Geschichte für uns fest im Plan - und zuerst nur als hübsches kleines Buch gedacht.

Die eben zitierten Verse waren der Text-Beginn einer ziemlich langen Entstehungsgeschichte des nun vorliegenden Künstlerbuches. Denn: unser „Karneval der Tiere“ wanderte erstmal in die Schublade. Die Szene am Strand wird wohl etwa fünf Jahre her sein. In dieser Zeit haben wir eine ganze Menge anderer Bücher herausgebracht und auch bildkünstlerisch vieles geschaffen. Ab und zu nahmen wir uns aber doch dieses Buch-Projekt wieder auf den Tisch. Mein Mann beschloss dann, die Zeichnungen dafür in der Art von unserem Buch „Die geheime Welt des Throk“, - nur mit Kugelschreiber - zu zeichnen, so einen Strich kann man ja nicht mehr wegradieren. Und ich schrieb auch an der Geschichte weiter, für deren Geschehen auf / hinter und vor der Bühne uns immer wieder etwas Neues einfiel. Die endgültige Form fanden wir erstmal noch nicht dafür. Die ergab sich erst in diesem Jahr. Meine Anfangsverse wanderten - pö á pö - und letztlich bis in das 7. von 26 Kapiteln, weil sich unser „Karneval der Tiere“ von einer hübschen kleinen Vorstellung zu einer ausgewachsenen Gala entwickelte, die nach unserem Empfinden natürlich eine ordentliche Vorgeschichte brauchte. Denn - wenn keiner weiß, dass im Theater etwas auf der Bühne stattfindet, kommt auch keiner hin. Also muss man es ankündigen... und im Buch eben beschreiben, was vor einer Vorstellung alles so passiert. Und währenddessen. - Und freilich auch danach. Denn jede bedeutende Premiere braucht eine zünftige Premierenfei-er... Die Theatererfahrungen meines Mannes, der oft hinter der Bühne gezeichnet hat, halfen ihm natürlich bei der Gestaltung der Szenen. Und natürlich auch sein intensives Studium von Tier-Charakteren im Zoo.

Im Wechsel zwischen meinem Mann Olaf, dem Zeichner und mir als Schreiberin, wuchs daher unser Projekt nach und nach zu einer opulenten Angelegenheit in Bild und Text. Es entstand gewissermaßen ein Sog, der immer mehr Tiere auf diese „Bretter die die Welt bedeuten“, ins Publikum oder hinter die Kulissen bringen wollte. Und jene schwarzen Kugelschreiberminen mit denen er all diese Tiere frei Hand aufs Papier gezeichnet hat, zählen letztlich wohl mehr als ein halbes Dutzend. Wenn wir Freunden am Theater von unserem Projekt erzählten, waren sie - ohne es erstmal gesehen oder gelesen zu haben - stets begeistert und meinten - das müsse doch unbedingt auch auf die Bühne gebracht werden!

Antilopentanz

Am 5. September 2017 bekam unser im Schubfach ruhender „Karneval“ jedoch seinen letzten Impuls. Das Manuskript, das auf größeren Seiten schon allerhand Tiere und Szenen zeigte, wollte mein Mann am liebsten als Lithografien drucken lassen. Er hatte im Sommer bereits große Doppelseiten gezeichnet, die in der Mitte gefalzt und gebunden werden sollten. Nach einer Beratung mit dem Lithografen machte Olaf eine kurze Stippvisite in der Zaglmaierschen Galerie. Also - hier. Beim Blick in das „Karneval“-Manuskript beschloss die Galeristenfamilie spontan: „...das zeigen wir bei uns am Jahresende, parallel mit Uwe Pfeifer. Aber - nur so ein Buch können wir nicht ausstellen - das müssten schon lauter einzelne Grafiken sein! Wir wollen doch nicht euer Buch fleddern...“ Mein Mann kam also nach Hause und sagte voller Enthusiasmus: „Ich verwerfe alles! Ich fang nochmal ganz von vorne an und mach daraus lau-ter einzelne Grafikblätter, damit Zagls die einrahmen können. Und es macht mir außerdem eine riesen Freude, mit Uwe zusammen auszustellen!“

So bekam unser Künstlerbuchprojekt seinen letzten und entscheidenden Schub. Denn, nun sollten die Grafiken, bzw. Buchseiten ihre endgültige Größe und Form erhalten. Sämtliche Szenen und Textblätter erhielten Tag für Tag wieder neuen tierischen Zuwachs und auch meine Texte wurden immer weiter ausgeführt. Hätten all die Tiere, die des Nachts durch seinen Kopf geisterten, die entsprechenden Töne von sich gegeben - ich hätte wohl in den letzten Monaten keine Nacht schlafen können... Hier können Sie nun an den Zaglmaierschen Galeriewänden und natürlich im Buch, bzw. in der ausgestellten Grafikschatulle die sagenhafte Zahl von über 576 Tieren entdecken. Die kleinen Schmetterlinge vom Titelbild habe ich nicht mitgezählt. Dann wären wir bei einer Zahl von knapp 600. Vom Elefanten bis zu den Ameisen finden sie in unserem Buch alles was kreucht und fleucht. Ganz abgesehen von den vielen Ausstattungsgegenständen, Kulissen, Vorhängen, Instrumenten und was ein großes Opernhaus eben so hat, wenn eine ordentliche Gala stattfinden soll. Bis hin zu den Bildern mit Komponistenportraits, die Camille Saint Saëns mit seinen wunderbaren kleinen Musikstücken damals mit viel Charme karikiert hat. So finden Sie nun auf diesen 24 Bildseiten und 27 Textseiten die zeichnerische Umsetzung jener Musikerzählung in einer humorvollen und einzigartigen Weise, wie sie eben nur der Sohn des großartigen Tierzeichners Heinz Rammelt schaffen konnte. Deshalb hat er dieses Buch auch seinem Vater gewidmet. Denn es ist eine ganz besondere Kunst, die Darstellung von Tieren so zu beherrschen, dass sie zum Beispiel auch tanzen oder auch ganz Unmögliches tun können, ohne kitschig zu sein. Und doch absolut richtig sind und in allen Details stimmen. Und dabei nicht zum tierhaften Cartoon werden. Dass es eine humorvolle Darstellung in der Kunstwelt schwerer hat, als ein bedeutungsschwangeres Bild, ist uns bewusst. Die Musikstücke von Camille Saint Saëns wollen aber mit Humor interpretiert werden, schließlich hat er es so komponiert. Und deshalb hoffen wir, dass Ihnen unsere Lesart in Bild und Text gefällt und wünschen Ihnen in der Ausstellung einfach ein tierisches Vergnügen. Vielen Dank!

C. Rammelt-Hadelich, Eröffn. „Karneval der Tiere - die große Gala“ Galerie Zaglmaier, Halle 18.11.2017

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Vortrag und Galeriegespräch mir Christiane Jung und Rudolf Horn

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Liebe Freunde der Kunst, 

am Donnerstag ist wieder Galeriegespräch!

Wir freuen uns schon jetzt auf den Vortrag von Christiane Jung

zum bildkünstlerischen Schaffen von Rudolf Horn, der in diesem Jahr seinen 88. Geburtstag feierte. Das der weit bekannte Möbelgestalter auch malte,

ist vielen bekannt. Am 30. November (19:30 Uhr) wird er auch Ihre Fragen beantworten und darüber berichten weshalb und für wen er malt und zeichnet.

Sie sind herzlich zu einem kurzweiligen, viel versprechendem Abend in das Obergeschoß der Galerie eingeladen.

Im Erdgeschoß sehen Sie Ausstellungen von Olaf Rammelt und Uwe Pffeifer. Der Eintritt ist wie immer frei. 

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

Galerie Zaglmaier

 

  Einführung zur Personalausstellung von Rudolf Horn (04. November 2017 bis 12. Dezember 2017 im Obergeschoss, Galerie Zaglmaier in Halle (Saale))   
 

Waldheim ist ein schönes Städtchen in Mittelsachsen. Es lag an der alten Salzstraße von Halle nach Böhmen und wurde erstmals 1198 erwähnt. Zu den bekannten Söhnen der Stadt zählt man gern den Bildhauer Georg Kolbe und den Möbeldesigner Rudolf Horn. Waldheim ist bekannt für die nahe gelegene Burg Kriebstein und die gleichnamige Talsperre in wunderschöner hügeliger Umgebung. Ob Zuchthaus oder Industrie - mindestens zwei Sprüche stehen bis heute mit dem Ort in Verbindung: „Wer nichts wagt, kommt nicht nach Waldheim“ und „Florena- Ich fühl' mich wohl in meiner Haut“. Ach ja, hier wurde die Zahnseife als Vorläuferin der Zahncreme erfunden, das berühmte Spielsystem mit den über Noppen zusammensteckbaren Bausteinen als „Bauen ohne Bindemittel“ entwickelt und wunderbares Blechspielzeug gebaut. Bedeutung erreichte die Möbelindustrie über mehrere private Tischlereien bis hin zu den weithin bekannten sog. Klappstuhlwerken.

Stillleben mit Blechdose | Öl auf Hartfaser (ca. 1990) | Malerei von Rudolf Horn

Nach Kriegsende 1945 und dem Abzug der Amerikaner fiel die Verantwortlichkeit über Waldheim nun vollständig an die Rote Armee. Rudolf Horn war damals gerade sechzehn Jahre jung, ausgebildet als Kanonenfutter für einen sinnlosen Endsieg, jedoch mit dem Berufsziel Möbeltischler und einem starken Interesse fürs Zeichnen und Malen. Die Depression der Nachkriegszeit führte die Menschen zur Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Symbol war Picassos „Friedenstaube“. Und so schickte Mutter Horn ihren Sohn zum sowjetischen Dolmetscher und Sekretär der Stadtverwaltung Alexander Neroslow, der eigentlich Künstler war, denn das „Gekritzel“ ihres Jungen sollte sich mal jemand anschauen. Was dann geschah war ein Glücksfall. Der wirklich lebenserfahrene Neroslow, der u.a. mit Künstlern wie Hans Grundig und Otto Dix bekannt war, betrachtete die Arbeiten der zusammengestellten Mappe wohlwollend, aufmerksam und kritisch, als er die alles weitere bewegende Frage stellte: „Für wen machst Du das?“. Die damalige Antwort des Suchenden ist nicht wichtig - entscheidend ist, dass es die Frage wurde, die Rudolf Horn stets begleitete. „Für wen machst Du das?“ wurde die Frage beim Lernen und Lehren, beim Entwerfen, Zeichnen und Malen. „Für wen machst Du das?“ wurde die Frage seines Lebens.

Und wer etwas wagt, kommt auch von Waldheim weg. Rudolf Horn hat seine Verbindung dorthin nicht abreißen lassen. Nicht in der Zeit seiner Studien und nicht während seines Schaffens als Formgestalter und Professor. Lebensmittelpunkte wurden jedoch Leipzig und Halle. Projekte führten ihn nach Dresden und Hellerau oder nach Rostock, aber auch in die einst mit der DDR verbundenen Staaten. Seine modularen Wohnsysteme sind uns vertraut. Wer hat sich nicht in Vorzeiten ebenso am Aufbau eines MDW- Möbels von Rudolf Horn versucht, wie mancher heute an der Montage von Billy, Kallax oder Hemnes – jenen beliebten schwedischen Möbeln, die MDW erstaunlich ähnlich sind. Mit der Arbeit und der Verantwortung kamen die Anerkennungen: 1983 Designpreis der DDR und 1989 Nationalpreis für Kunst und Literatur der DDR. Viel Trubel also vor und auch nach der politischen Wende von 1989 um den Burg-Professor aus Halle, der Design-Geschichte schrieb.

Doch was zunächst kaum jemand wusste, war, dass Rudolf Horn immer auch malte und immer auch zeichnete. Es ist die Arbeit in zwei Dimensionen eines Meisters, der sich als solcher in mindestens drei Dimensionen ausgewiesen hat. Die räumliche Erfahrung des Formgestalters kommt dem bildenden Künstler entgegen. Man spürt den Raum in der Landschaft und will den Blumenstrauß greifen. Farben, Licht und Stofflichkeit tragen dazu bei. Die Bilder sind durchkomponiert und somit spannungsreich - sie sind zeitgenössisch, hochmodern und orientieren sich dabei durchaus am Bewährtem. Nicht selten befasst sich der Künstler mit einem Motiv mehrfach. Er schafft Varianten in dem er Formen reduziert und kompositorisch modifiziert. Es bleibt spannend bei der Suche nach dem qualitätvoll Möglichen. Es ist Rudolf Horn sehr wichtig auf ein fundiertes Grundlagenstudium, wie es z.B. in Halle durch Lothar Zitzmann gelehrt wurde, aufzubauen und er legt es jungen Künstlern immer wieder ans Herz, sich sowohl mit Gestaltungslehre, die auf uns überkommenen Techniken und auch Kunstgeschichte auseinanderzusetzen.

Christiane mit Brosche | Öl auf Hartfaser (2015) | Malerei von Rudolf Horn

Wohl ist die eigene Kunst für Rudolf Horn stets die sehr persönliche Möglichkeit erlebtes zu verarbeiten, sich zu erinnern und Momente festzuhalten, doch ganz sicher die Erfüllung jenes Dranges, den er aus Kinderzeiten spürt. Rudolf Horn malt, so bin ich sicher, für sich und nicht für andere - uns lässt er heute teilhaben. Möbel gestaltet Rudolf Horn jedoch für uns, die Nutzer. Der Unterschied ist entscheidend und es entsteht das, was jeweils gebraucht wird- ein wahres Ergebnis.

Im Juni feierte Rudolf Horn seinen 88. Geburtstag. Bis vor wenigen Tagen waren aus jenem Anlass große Teile dieser Ausstellung noch auf Burg Kriebstein für ein breites interessiertes Publikum zu sehen. Die bekannte hallesche Malerin Christiane Jung sprach dort zur Eröffnung und ich freue mich, dass wir im Rahmen des Galeriegespräches zu dieser Ausstellung ebenfalls in den Genuss dieser kurzweiligen und inhaltsreichen Ausführungen mit Blick auf das bildkünstlerische Werk Rudolf Horns kommen werden.

Thomas Zaglmaier

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Personalausstellung Rudolf Horn

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Liebe Freunde der Kunst,

im Juni dieses Jahres feierte Prof. Rudolf Horn seinen 88. Geburtstag. Der international bekannte Möbeldesigner

ist auch als Maler und Grafiker erfolgreich tätig. Bereits in den vorangegangen Monaten präsentierte er eine vielbeachtete 

Ausstellung auf Burg Kriebstein, nahe seines Geburtsortes Waldheim. Nun freuen wir uns auf seine Personalausstellung

im Obergeschoss unserer Galerie. Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur

Ausstellungseröffnung am 04. November, 15:00 Uhr ein.

 
04. NOVEMBER – 12. Dezember 2017
 
RUDOLF HORN | MALEREI UND GRAFIK
Zum 88. Geburtstag des Künstlers in diesem Jahr
 
Der Eintritt ist wie immer frei.

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

Galerie Zaglmaier

 

 

DONNERSTAG-ABEND-VERANSTALTUNGEN

_______________________________________________________

 

02.11. | 19:30 Uhr | Eintritt: frei

GALERIEGESPRÄCH mit den Künstlern 

MICHAEL BUNGE UND CARSTEN THEUMER

 

09.11. | 19:30 Uhr | Eintritt: 5 €

"Rilkes Augen-Blicke und Thomas Manns Bilderwelt"

- Beider Verhältnis zur Bildenden Kunst

LITERAtainment mit Dr. Hans-Henning Schmidt

 

30.11. | 19:30 Uhr | Eintritt: frei

GALERIEGESPRÄCH mit Prof. Rudolf Horn
 
Einladungskarte
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Galeriegespräch mit Carsten Theumer und Michael Bunge

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Liebe Freunde der Kunst,

wir laden Sie und Ihre Freunde zum Galeriegespräch mit

MICHAEL BUNGE | MALEREI UND GRAFIK

und

CARSTEN THEUMER | BILDHAUEREI

für Donnerstag, den 02. November 2017, 19:30 Uhr herzlich ein.

 

Der Eintritt ist wie immer frei.

 

Mit freundlichen Grüßen!

 

Galerie Zaglmaier

 

 

DONNERSTAG-ABEND-VERANSTALTUNGEN

_______________________________________________________

 

02.11. | 19:30 Uhr | Eintritt: frei

GALERIEGESPRÄCH mit den Künstlern 

MICHAEL BUNGE UND CARSTEN THEUMER

 

09.11. | 19:30 Uhr | Eintritt: 5 €

"Rilkes Augen-Blicke und Thomas Manns Bilderwelt"

- Beider Verhältnis zur Bildenden Kunst

LITERAtainment mit Dr. Hans-Henning Schmidt

 

30.11. | 19:30 Uhr | Eintritt: frei

GALERIEGESPRÄCH mit Prof. Rudolf Horn
 
BungeTheumer
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Galeriegespräch mit Karl-Heinz Köhler

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Liebe Freunde der Galerie,

wir laden Sie herzlich zum Galeriegespräch mit Karl-Heinz Köhler in die aktuelle Ausstellung des Künstlers im Erdgeschoss der Galerie ein. 
Der bekannte hallesche Maler wird in diesem Monat 80 Jahre alt. Wir freuen uns auf einen unterhaltsamen und informativen Abend.

Termin: Donnerstag, den 20. April 2017 (19:30 Uhr) / Eintritt frei!

Sehen Sie auch die Ausstellung "UNTERWELTEN - Junge Künstler und die Vergänglichkeit
im Obergeschoß und die Gedächtnisausstellung an den Bildhauer Horst Brühmann im Kabinett. 

 

Ihre Galerie Zaglmaier wünscht Ihnen Frohe Ostern!

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