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Video zur Ausstellung von Otto Möhwald

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Stein mit Anstoß

"Kennen Sie dieses Gefühl beim Betrachten von Kunstwerken – wenn sich Gänsehaut über die Arme legt und man voll konzentriert und selbstvergessen genießt? Ich will nicht sagen, dass es sich hierbei um einen andauernden Zustand handelt – ich beschreibe eine Ausnahme, die selten genug eintritt, um sie dann allerdings auch in vollen Zügen genießen zu können. Hat man das Glück, wie ich, hier in der Galerie arbeiten zu können, stehen die Chancen gut, solche Empfindungen zu erleben. Und so kann ich Ihnen bereits jetzt versichern, dass ich von Zeit zu Zeit, ganz allein – vielleicht mit einem Glas Rotwein, hierher komme, um mich an den großartigen Kunstwerken zu erfreuen, welche uns
Tatiana Skalko-Karlovska und Prof. Otto Möhwald zur Verfügung gestellt haben. ..."

Einleitung zur Eröffnungsrede von Thomas Zaglmaier, 25. Oktober 2014

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Galeriegespräch

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In einer lockeren Runde können die Gäste des Galeriegespräches den Künstlern Prof. Otto Möhwald und Tatiana Skalko-Karlovska ihre Fragen stellen.
 

Termin: 27.11.2014, 19:30 Uhr

Eintritt: frei

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Ferdinand der Stier

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Ferdinand der Stier
für Kinder von 5-85

Die Geschichte eines spanischen Blümchenhelden...

nach Motiven des gleichnamigen Kinderbuches von Munro Leaf
dramatische Einrichtung in Versen von Heidrun von Strauch


Der prächtige jugendliche Stier Ferdinand soll auf der Weide für den Kampf in der Stierkampfarena von Madrid vorbereitet werden. Seine Lehrerin für Arenakunde, Frau Magda Wiederkäu, auch wenn sie nur eine Kuh ist, gibt sich redlichste Mühe mit ihm. Da er jedoch viel lieber unter seiner geliebten Korkeiche liegt, an den Blümchen schnuppert und träumt, ist er für diese Aufgabe wenig geeignet.
Der Zufall will es, dass er sich bei einer Inspektion des großen Don Frederico Zampano (Stierkampf-Direktor) mit seinem kräftigen Hinterteil ausgerechnet auf die fleißige Honigbiene Roswitha setzt, die, aufs Empfindlichste gestört, sich mit einem kräftigen Stich zur Wehr setzt. Sein jäher Schmerz entlädt sich in einem ungeahnten Tobsuchtsanfall, woraufhin Ferdinand für den nächsten Stierkampf auserwählt wird, weil er augenscheinlich als besonders reizbar gelten darf.
In der Arena angekommen, bemühen sich Picador Victor, der Bandillero Pedrillo und zu guter letzt der berühmteste Stierkämpfer aller Zeiten Escamillo ein Kämpfchen mit Ferdinand zu wagen. Aber nichts! Ferdinand liegt gemütlich im warmen Sande der Arena und rührt sich nicht von Stelle. Einzig die rote Nelke im schwarzen Haar der schönen Carmencita erweckt seine Aufmerksamkeit. Da hilft kein Toben, kein Debattieren, kein Stänkern und kein Streiten… Nicht einmal ein Jammern über das verpfuschte Stierkampfgeschäft!

Regie, Dramaturgie, Kostüme, Technik Heidrun von Strauch 

Ferdinand: 
Bartel Wesarg

Kasimir, der Streitsüchtige: Uwe Steinbrecher

Ottokar, der Jähzornige:
Eric Schaal

Frau Magda Wiederkäu`:
Laura Kremeike

Don Federico Zampano:
Heinz Ebersbach

Roswitha, eine Honigbiene: Laura Kremeike

Pedrillo, ein Bandillero: Uwe Steinbrecher

Victor, ein Picador: Eric Schaal

Escamillo, Stierkämpfer:
Heinz Ebersbach

Carmencita:
Laura Kremeike


Ort: eine Weide bei Pamplona, die Stierkampfarena von Madrid

Zeit: gestern – oder heute – oder morgen….

Eintritt:
7 Euro (Erwachsene)
5 Euro (Kinder)
Vorbestellungen:
Tel. 0345 2100919

Plakat_Ferdinand

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Töpfermarkt 2014 bietet Kunst und Handwerk an

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Zitat: halle.de/ps

Unter dem Motto „Mach ’ne gute Figur“ lädt die Stadt Halle (Saale) zum Töpfermarkt auf dem Marktplatz am Wochenende des 18. und 19. Oktober 2014 ein. Mehr als 90 Handwerkerinnen und Handwerker sowie Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland und aus Spanien bieten ihre Arbeiten samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr an. Das Thema „Figur“ steht im Mittelpunkt des diesjährigen Töpfermarktes. Angeboten werden Gartenkeramik, Schmuck, Kleinserien und Unikate sowohl aus Porzellan als auch aus Steinzeug.

Parallel zum Markt zeigen einige Galerien keramische Ausstellungen auf einem „Keramischen Pfad“: die Galerie Zaglmaier, Große Steinstraße 57, die Zeitkunstgalerie, Kleine Marktstraße 4, und die Galerie Nord, Bernburger Straße 14.

http://www.halle.de/de/Rathaus-Stadtrat/Aktuelles-Presse/Nachrichten/?NewsID=33444

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Seniorenkabarett - Die Frischzellen

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Die "Frischzellen" sind wieder in der Galerie. Auf einen sehr vergnüglichen Donnerstag-Abend!

Frischzellen-Flyer_1a

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Angesehen in Halle

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Bildende Kunst in Halle (Saale) - schon angesehen?
Zeigt was ihr in Halle und Umgebung gesehen habt und teilt es mit uns. Es gibt noch sehr, sehr viel mehr anzusehen!

http://angesehen-in-halle.de/
Facebook und Google+ 

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Mehr über: Angesehen
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Video zu Steffen Christophel verfügbar

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Eröffnungsrede (13.09.2014) von Prof. Gerhard Schwarz zur Kabinettausstellung von Steffen Christophel in der Galerie Zaglmaier in Halle.

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Galeriegespräch mit Wolfgang Blaschke

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Wir laden Sie herzlich zu unserer naechsten Donnerstag-Veranstaltung ein:
 
Verschaffen Sie sich einen eigenen Blick auf die Fotos und hinterfragen Sie die Arbeiten des Künstlers Wolfgang Blaschke

Fotografie - Akt, Metall, Lochbild

Sommerpause? Lange nicht! Am 31. Juli gibt es ein Galeriegespräch mit Wolfgang Blaschke in unserer Galerie. Der Künstler, der einst Theologie studierte und später auch als Krankenpfleger und Sozialarbeiter tätig war, fotografiert seit Jahren erfolgreich Metall und Akt. Er befaßt sich außerdem mit Straßenfotografie. Dafür nutzt er analoge Aufnahmetechniken. Was er erlebte und wie er dazu kam wird er uns selbst berichten. Wie immer freuen wir uns auf eine gute Stunde zwangloser Unterhaltung bei einem Glas Wein. Ach ja, die Veranstaltung findet wieder an einem Donnerstag (ab 19:30 Uhr) statt und der Eintritt ist frei.

Sie sehen außerdem die Ausstellungen:

Wolfgang Blaschke
Fotografie - Akt, Metall, Lochbild
 
Gleichzeitig zeigt der leipziger Fotograf (mit halleschen Wurzeln) Malerei und Grafik seines Vaters Friedrich-Wilhelm Blaschke (1920 - 2006) aus privatem Besitz.
 
und
 
Gerald Große
Fotografie - Zum 50. Neustadtjubiläum
 
 
Beste Grüße aus Halle (Saale)
 
Annett und Thomas Zaglmaier
 
 

PS

Mit Klick auf die nachfolgende Abbildung gelangen Sie zum Ausstellungsvideos!
 

C56 Franzisca,1998

 
 
Mit Klick auf das nachfolgende Ausstellungsplakat gelangen Sie zum Ausstellungsvideos!
 

 

Video zur Ausstellung

 

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Angesehen in Halle - Neue Facebook-Gruppe

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Bildende Kunst in Halle (Saale) - schon angesehen?
Zeigt was ihr in Halle und Umgebung gesehen habt und teilt es mit uns.

Halle und Halle-Neustadt - "Zwei an der Saale". Das ist der Titel zu einem Fotobildband von Gerald Große aus dem Jahr 1979. Inzwischen sind aus ZWEI ja längst eine wieder EINE geworden. Der Titel beschreibt allerdings recht gut welchem Inhalt sich diese Gruppe zuwenden soll - der Bildenden Kunst in ganz Halle und in allen Facetten.

Angesehen in Halle auf Facebook

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Tod des Bildhauers Horst Brühmann

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Zum Tod des halleschen Bildhauers Horst Brühmann
 
Dem Werk des halleschen Bildhauers Horst Brühmann bin ich zuerst in der Ausstellung „Gerhard Lichtenfeld und seine Schüler“ begegnet, mit der 1986, acht Jahre nach Lichtenfelds frühem Tod, die Hochschule Burg Giebichenstein in der Kunsthalle Bad Kösen des verdienten Lehrers der halleschen Bildhauerei gedachte. Mir war Brühmanns lebengroße Figur eines schreitenden Jünglings („Der Weg“, Bronze 1982) aufgefallen; von ihr habe ich damals im Katalog gschrieben: „...glaubt man einen verjüngten Rodin zu sehen – was sowohl das Alter des Dargestellten wie die Zeitgenossenschaft des Künstlers meint.“ Ich ahnte nicht, dass die Figur für den Lichtenfeld-Schüler der Beginn eines anspruchsvollen Projekts zu Grundfragen des Lebens war.
Horst Brühmann selbst lernte ich erst fünfundzwanzig Jahre später kennen; ich traf ihn zur Eröffnung der Ausstellung, die die hallesche Galerie Zaglmaier anläßlich von Lichtenfelds 90. Geburtstag zeigte. Er sprach mich wegen seiner Sorge um die Realisierung eben dieses Projekts an. In seiner stillen Art und der bescheidenen Zurückhaltung, mit der er von seiner Arbeit sprach, erinnerte er mich an Heinrich Staudte, fast drei Generationen vorher Schüler von Gustav Weidanz und bei Gerhard Marcks, dessen rührende Hilflosigkeit gegenüber dem Entschwinden seines Werks aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit in beeindruckendem Kontrast zu seiner menschlichen Integrität stand.
 
Bereits 1985 war die Vorstellung entstanden, den halleschen Domplatz nach der Schließung von Baulücken durch einen Brunnen zu beleben. Hier, auf dem Plateau eines ehemaligen karolingischen Kastells am Hochufer des stadtseitigen Flußarms, der Gerbersaale, wurde am Ende des 13. Jahrhunderts die Kirche des Dominikanerklosters errichtet. Diese damals größte Kirche von Halle ließ Kardinal Albrecht zu Beginn des 16. Jahrhunderts zur Stiftskirche ausbauen, nachdem er 1519 vom Papst die Erlaubnis zur Errichtung eines Kollegiatstifts erhalten hatte. Albrechts Repräsentationsbedürfnis und Kunstsinn führte zu einer Prachtentfaltung, die Halle für Jahrzehnte unter den bedeutendsten Orten der deutschen Frührenaissance erscheinen ließ. Als Stiftskirche „Dom“ erhielt die schlichte Hallenkirche der Dominikaner ein aufwendiges Erscheinungsbild in den neuen Formen. Über dem gotischen Traufgesims wurde dem Bau durch Bastian Binder die hohe Attika aufgesetzt, die seine Steildächer verdeckte und ihm einen horizontalen Abschluß nach italienischen Vorbildern gab; der krönende Rundbogenkranz war zusätzlich mit goldenen Kugeln geschmückt. Im Süden an Stiftskirche und Klausur angeschlossen hatte Albrecht einen italianisierenden Arkadenhof als Universität vorgesehen, den Andreas Günther 1531/37 auf dem spitz zulaufenden Grundstück parallel zur Gerbersaale errichtete. Die in den folgenden Jahrhunderten wechselnde und sich ergänzende Bebauung bewahrte neben der Erinnerung an die mittelalterlichen Ausdehnung des Platzes noch immer auch die Anmutung seines einstigen historischen Charakters.
Der Auftrag für den Brunnen erging an Brühmann als heimischem Bildhauer. Er konnte einen ausgereiften und überzeugenden Entwurf vorlegen, der zugleich seinen eindringlichen Umgang mit dem selbst gewählten Thema, der Auseinndersetzung von Leben und Tod, zeigte. Als Studien konnte er zwei ältere Arbeiten vorweisen: eine in den Jahren 1979/80 erarbeitete Gruppe „Mutter und Kind“, die innige Beobachtung der Verhältnisse von kindlichem und erwachsenem Körper zeigt, und die erwähnte Figur eines Jünglings von 1982 mit der sehr empfindsam erspürten Verbindung zögerlichen Abwägens und und kühnem ins Leben Drängen. Und schon am 5. Februar des folgenden Jahres berichtete Renate Sosnowski in der halleschen Presse: „Mutter mit Kind auf dem Arm symbolisiert Sieg des Lebens. Bildhauer Horst Brühmann gestaltet Brunnen für Domplatz“. 
Doch die Zeiten waren (und sind?) der Kunst nicht so zugetan, dass aus gutem Vorsatz gleich etwas geworden wäre. Siebenundzwanzig Jahre lang mußte der Künstler Geduld aufbringen, Idee und Form seines Brunnens zu entwickeln, Jahre schöpferischer Arbeit an vier lebensgroße Figuren und die größere Gruppe für die Brunnenmitte wenden – ausgefüllte Zeit, die Bronzegüsse vorzubereiten und den Gießer zu beauftragen, Zusammenarbeit mit Denkmalpflegern, Architekten und Bauleuten in die Wege zu leiten, Gelegenheit zu Ausstellungen und öffentlichen Gesprächen mit den künftigen Nutzern zu suchen; doch auch Jahre lähmenden Wartens auf die Entscheidungen der Auftraggeber, ungeduldigen Werbens um  Freunde und Fürsprecher des gemeinsamen Anliegens. 
Es hatte vorher dagegen jahrelange Widerreden gegeben, einen noch zu Zeiten der DDR erteilten Auftrag zu realisieren; auch weil mancher diesen Platz nicht für bemerkenswert, eines Brunnens nicht würdig, bestenfalls „zum Parken geeignet“ hielt - ahnungslose Stimmen von außerhalb, aber auch innerhalb Halles, die vielleicht ebensowenig Ahnung davon hatten, dass der Domplatz  ein bemerkenswerter Ort deutscher und damit auch europäischer Geschichte ist.
In seinem 43. Jahr hatte Horst Brühmann den Auftrag für den Brunnen erhalten, zum 70. Geburtstag erlebte er schließlich dank energischem Entschluss der Stadtspitze die Vollendung seines Werkes. Jetzt aber steht sein Brunnen endlich auf dem vorbestimmten, so lange erträumten Platz und der Künstler konnte noch gemeinsam mit einer festlich gestimmten Versammlung erleben, wie der Brunnen zu fließen begann und das strömende Wasser den ganzen Platz belebte.
 
Horst Brühmann hatte nach dem 1961 abgelegten Abitur Möbeltischler gelernt und anschließend bis 1964 in einem Büro für Städtebau als Modellbauer gearbeitet, bevor er von 1964 bis 1969 an der Burg Giebichenstein bei Friedrich Engemann Architektur studierte. Seine urbanistischen Lehrjahre, Erfahrungen im Umgang mit Körper und Raum, vermittelten ihm die Sicherheit, einem so unregelmäßigen Stadtraum wie dem halleschen Domplatz wieder eine gefestigte Gestalt abzugewinnen. Gegenüber der dominanten Diagonale des gewaltigen Doms und der heterogenen Randbebauung besetzte er mit seinem Brunnen die Platzmitte, deren Pflasterung und Einfriedigung von dem denkmalpflegerisch erfahrenen Büro Stelzer & Zaglmaier neugestaltet wurde, und gab ihr ein neues optisches Zentrum.
Die Raumkoordinaten des Platzes werden von der Vierpassform des Brunnenbeckens bestimmt und aufgenommen. Daraus erhebt sich die konisch aufsteigende Mittelsäule für das Postament der zentralen Figurengruppe. Unter ihrer gerundete Standfläche formt das ausströmende Wasser vier Halbkugelschleier, die in ständigem Fließen sich mit den steinernen Beckenrandungen zu ambivalenter Gesamtform verbinden.
Zu diesem differenzierten Brunnenkörper stellte der 1969 bis 1973 als Aspirant der Bildhauerklasse in Giebichenstein von Gerhard Lichtenfeld ausgebildete Bildhauer vier nur wenig überlebensgroße Bronzeplastiken als äußere Figuren auf hohe, in den Raum weisende Postamente, die den Gestalten eine eigene zentrifugale Bewegung vorgeben; derart aufragend fordern sie Aufmerksamkeit, aber belasten das Platzvolumen nicht. Jeweils in einer Achse stehen eine „Alte Frau“ und eine „Junge Frau“, ein „Jüngling“ und ein „Alter“ mit dem Rücken zum Brunnen und wenden sich dem Betrachter zu. Der erlebt seinerseits im Herumgehen ständig wechselnde Paarungen aus alt und jung und Frau und Mann, wird einbezogen in Harmonie und Konfrontation der Generationen und Geschlechter. Die Gruppe einer Mutter mit ihrem Kind hält die Mittelsäule des Brunnens besetzt. Sie wendet sich aufstrebend dem Leben zu, das Kind an Brust und Schulter bergend. Ihr durchgebogenener Rücken läßt den Tod abprallen, der in einer Schlingerkurve kopfüber in die Tiefe stürzt. Die als Aktfiguren gegebenen Menschenpaare gewinnen dadurch Allgemeingültigkeit, ohne im Detail ihre Zeitgenossenschaft zu verbergen. Der Tod erscheint folgerichtig als Knochenmann wie auf alten Epitaphien.
 
Horst Brühmann, Bildhauer und Architekt, wurde am 19. März 1942 in Halle geboren, er war seit 1973 in seiner Heimatstadt freischaffend tätig. 1977 erhielt er den von Gustav Weidanz für junge Bildhauer gestifteten Preis der Hochschule Burg Giebichenstein; im gleichen Jahr hatte er eine Ausstellung im Moritzburgmuseum und 1983 in der Klosterruine Memleben.
Am am 12. Juni 2014 ist er in Halle gestorben. In letzten Gespächen auf den fertigen Brunnen angesprochen, äußerte er, dass die Zeit, in der er sich darüber hätte freuen können, zu kurz gewesen sei. 
 
Heinz Schönemann
 
 
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